Therapiemöglichkeiten

Die bekannteste Therapieform ist die Dbt (dialektisch-behaviorale-Therapie), die 1980 von der Psychologin M. Linehan entwickelt wurde. Diese war ursprünglich zur Behandlung von suizidalen Frauen gedacht, wird aber heute mit Erfolg bei Borderlinepatienten genutzt.

Im Endeffekt beinhalten sie eine kognitive Verhaltenstherapie mit zusätzlichen Meditationstechniken. 

Um an seinen Problemen arbeiten zu können muss man diese verstehen und akzeptieren. Da Borderline in der Regel als nicht heilbar gilt lernt man in dieser Form der Therapie mit dem Symptomen zu leben bzw alternativen zu alten Verhaltensmustern zu finden.

 

Die Therapie kann in einzelne Felder unterteilt werden:

  1. Achtsamkeit
  2. Zwischenmenschliche Fertigkeiten
  3. Umgang mit Gefühlen
  4. Stresstoleranz
  5. Selbstwert

Die Achtsamkeit hilft, Spannungszustände frühzeitig zu erkennen. Auch wird geübt wertfrei wahrzunehmen. Es erleichtert zu entscheiden ob die momentanen Gefühle angebracht sind oder auch an einer Situation mehr bzw weniger teilzunehmen.

Zwischenmenschliche Fähigkeiten helfen den Patienten, stabilere Beziehungen zu Mitmenschen zu führen und zu entscheiden, wann sie selbst wichtiger sind (Selbstfürsorge, eigener Wille). Sprich man lernt, dass man genauso viel wert ist wie andere auch.

Da es vielen Patienten schwer fällt, ihre Gefühle zu erkennen und einsortieren, übt man genau dies in "Umgang mit Gefühlen". Auch geht es darum, mit diesen im nächsten Schritt umgehen zu können. Dadurch kann man auch sein emotionales Leiden besser loslassen. 

In der Stresstoleranz wird geübt, zuerst zu akzeptieren, dass man gestresst ist. Man hat die Wahl die Situation auszuhalten oder die Spannung zu reduzieren. Wenn man die Situation nicht verändern kann hilft es, sie einfach (radikal) zu akzeptieren. Auch kann man durch Reizung der Sinne sich zurückholen und auf das wesentliche beschränken.

Da viele Borderliner ein großes Problem mit ihrem Selbstwert haben, wird versucht mehr auf sich zu achten (Selbstfürsorge) und zu erkennen, dass man genauso viel wert ist wie alle anderen. Dazu gehört auch, Aggressionen nicht an sich auszulassen usw.


Die psychotherapeutische Behandlung kann durch Medikamente unterstützt werden.